Tschernobyl: Eine Reise in die Todeszone

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26. April 1986. Eine kühle Samstag Nacht. Eine Nacht, in der sich die Katastrophe von Tschernobyl zugetragen hat. Die Kernschmelze in dem ukrainischen Atomkraftwerk tötete tausende Menschen und machte noch mehr krank. Der radioaktive Staub, der bei der Explosion von Reaktor Block 4 ausgestoßen wurde, verbreitete sich in ganz Europa.

Die Region gilt bis heute als unbelebbar. Bei all dem Schrecken ist die Region dennoch nicht komplett ausgestorben. Einzelne Bewohner zogen vor Jahren zurück in ihre Häuser. Arbeiter gehen ihren Jobs am Reaktor nach. Grüne Pflanzen bewachsen das Atomkraftwerk. Und wilde  Tiere besiedeln die Region. Die 4.300 m² große Sperrzone um den Reaktor Block 4 wird jedoch streng bewacht.  Bisher wurden die Tore nur für Wissenschaftler, Journalisten, Künstler, Arbeiter, etc. geöffnet. Eine spezielle Sondergenehmigung vorausgesetzt.

Heute werden Touren für Touristen in die Todeszone angeboten. Ab Kiev erreicht man die Todeszone in nur zwei Autostunden. Reiseanbieter Arseni Finberg weiß, warum das ukrainische Zivilschutzministerium das Areal freigegeben hat: „Das Geschäft mit dem Tschernobyl-Tourismus bringt einfach zu viel Geld.“

Nach wie vor besteht Lebensgefahr in der Zone, sei es durch die Strahlung, wilde Tiere oder baufällige Ruinen. Strenge Sicherheitsvorkehrungen sind deshalb ein Muss. Atemmaske und Handschuhe schützen vor dem radioaktivem Staub. Der Geigerzähler ist immer dabei. Denn bis die Halbwertszeit abgelaufen ist, dauert es noch tausende von Jahren.

Geisterstadt

Pripyat liegt nur wenige Kilometer entfernt vom Reaktor. Die Stadt wurde 1970 mit dem Bau des Reaktors gegründet. 40.000 Frauen, Kinder und Männer lebten hier einst. Heute gleicht Pripyat einer Geisterstadt. Das Grün bricht durch den Asphalt und überwuchert Gebäude. Wo einst Wiesen waren wachsen jetzt Wälder. Das Riesenrad, die Schulen und Autos – alles scheint seit über 25 Jahren unberührt. Nicht ganz: Denn die Touristenbusse fahren die Gelände nun ab und bietet ein extravagantes Abenteuer für Interessierte und Schaulustige.

Eine lukrative Einnahmequelle, ein bildendes Angebot, eine Geschmacklosigkeit… Wie stehen Sie zum Katastrophentourismus?

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Author: Marlen Schinko

Asien, Neuseeland, Australien, Afrika, Amerika... kaum ein Kontinent, auf den Marlen noch nicht Fuß gesetzt hat, um ihren Hunger nach kulturellen Erlebnisse, einzigartigen Naturschauspiele und unvergesslichen Abenteuern zu stillen. Satt ist sie aber noch lange nicht!

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